Rabenliebe – Peter Wawerzinek

rabenliebe.jpgEin Buch das ein Anklage ist, an die Mutter, das System, dem Versagen von Erziehung, Adoption, Umerziehung, dem Drill, Alleingelassenwerden, des Verstossenseins. “Ein Wesen wie ich, ein Kind in den Heimen vorgeformt, lässt sich nicht nach den grotesken Regeln eines Anstandsbuches erziehen. Sie hätten besser getan mich nicht anzurühren..Es geht darum, Kinder vor Menschen zu schützen, die sich ihrer nicht erwehren können.” Eine Rückkehr zu den Erinnerungen der eigenen Kinderheimzeit, die er als Erwachsener wieder aufsuchen wird: “Jahre später sitze ich also wieder mit dem Rücken gegen den Pfosten gelehnt, suche mit dem Herzen herauszufinden, was ich wohl gefühlt haben mag. Der Wind ist lange meine Mutter. Der Wind wischte mir die Tränen fort. Der Regen ist eine zeitlang meine Mutter..Die Wellen der Ostsee sind meine Mutter..Sie Sonne ist meine Mutter. Der kalte Mond am Himmel ist meine Mutter. Zur Nacht ist die rabenschwarze Nacht lang meine Mutter.” Eine Kindheit, die dem Mangel an Liebe zum Opfer gefallen ist..”Ich habe während meiner Adoption nicht viel mehr an Liebe und Zuwendung erhaschen können, als mir während meiner gesamten Kinderheimzeit zugefallen ist.”