15.09.2016 Lesung mit Achim Schuldt

Achim Schuldt liest „Geschichten ut Bollerup“

„Der Geist der Mirabelle“ von Siegfried Lenz op Platt

Achim Schuldt ist Zeit seines Lebens ein „Plattsnacker“. So liegt es nahe, dass er immer mal wieder Geschichten sucht, die es absolut Wert sind, einem interessierten Publikum nahe gebracht zu werden. Die Texte aus „Geschichten ut Bollerup“ gehören dazu. Sie basieren auf den Erzählungen von Siegfried Lenz, der in „Der Geist der Mirabelle“ Leute aus einem Dorf an der Ostsee beschreibt, die fast alle den Nachnamen Feddersen tragen. Der Plattdeutsch-Kenner Reimer Bull hat einen Teil des Buches ins Niederdeutsche übersetzt. Selbst Siegfried Lenz war so angetan, dass er mit Hochachtung bemerkte, die Schilderungen seien dadurch noch lebendiger und urwüchsiger geworden. Achim Schuldt wird bei einem Leseabend am 15. September um 18.30 Uhr einen Einblick in das dörfliche Leben der Region geben, das auf vielfältige Weise auch viel Vergnügen bereitet. Der in Bollerup selbst gebrannte Mirabellengeist produziert dabei seltsame und krummwüchsige Gedanken, aber auch erstaunliche Einfälle.

 

Joachim („Achim“) Schuldt wird demnächst 76. Geschichten erzählen, Witze zum Besten geben: All das gelingt ihm auf Plattdeutsch – aber auch auf Hochdeutsch – vortrefflich. Wo er auftritt, sind die Plätze knapp. So ist es alljährlich bei seinem schon legendären Auftrittt in der Kirche Laboe. Warum sich die Probstei, in der das Ostseebad liebt, so besonders abhebt von anderen Regionen, erläutert er immer wieder gerne (und vortrefflich). Achim Schuldt ist in Dietrichsdorf längst auch kein Unbekannter mehr: 2013 widmete er einen ganzen Abend dem kurz zuvor verstorbenen Plattdeutsch-Genie Reimer Bull. Ein Jahr später moderierte er die große Plattdeutsch-Gala des Bücherei-Vereins. Der ehemalige Schulmeister hat lange Jahre in obersten Landesbehörden gearbeitet.

 

Donnerstag, 15.09.2016, 18.30 Uhr

Lesung in der Stadtteilbücherei Neumühlen-Dietrichsdorf
Gebäude der ehemaligen Adolf-Reichwein-Schule
(Zugang über Quittenstraße / Reichweinweg)

Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Vereinsarbeit wird erbeten.