Es ist mir federleicht ums Herz

Ein Buchtipp von Peter Schümann (1. Vorsitzender)

federleichtDas Buch „Es ist mir federleicht ums Herz“ schildert und dokumentiert erstmals die Geschichte des Kieler Kinder- und Jugendtheaters. 1972 offiziell an den Start gegangen, zählt die Einrichtung heute nicht nur zu den renommiertesten, sondern auch zu den ältesten eigenständigen Jugendtheatern Deutschlands.
Ein Schlüsselereignis in der Entwicklung des Ensembles war der Einzug in seine heutige Wirkungsstätte: das „Veranstaltungshaus im Werftpark“. Dies beendete den jahrelangen und mühsamen Kampf um eine eigene Spielstätte. 2014 feierte das „Theater im Werftpark“ sein 25-jähriges Jubiläum – Grund genug, seine Erfolgsgeschichte zu erzählen. Gestützt auf historische Dokumente, Zeitzeugenberichte und weit über 100 Abbildungen vermittelt das 220 Seiten starke Werk zugleich ein spannendes und bislang unerforschtes Kapitel Kieler Stadt- und Kulturgeschichte.

Das Buch umfasst zwei Teile: die Gründungszeit ab 1972 ohne festen Spielort und mit Existenzproblemen sowie die späteren 25 Jahre ab 1989 mit detaillierten Informationen über alle Produktionen, die auf die Bühnen des „Theaters im Werftpark“ in Gaarden gebracht wurden. Der Haupttitel „Es ist mir federleicht ums Herz“ geht zurück auf ein Gedicht von Friederike Kempner und zierte die Einladungskarte zur Eröffnung des „Theaters im Werftpark“ vor nunmehr gut 26 Jahren. Das Theatermuseum Kiel startete das Projekt zur Erforschung der jüngsten Theatergeschichte der Landeshauptstadt und trug maßgeblich zur Umsetzung bei. Der Verein steuerte beispielsweise weit über 100 eindrucksvolle Abbildungen des Buches bei und übernahm dessen Redaktion. Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte ist Herausgeberin des Werks, behandelt es doch ein bislang unerforschtes Kapitel der Chronik der Landeshauptstadt. So ist das Buch „‘Es ist mir federleicht ums Herz.‘ Die Geschichte des Kinder- und Jugendtheaters in Kiel“ ein spannender Bildband und historische Grundlagenforschung zugleich.

Die 32-jährige Autorin Alina Laura Tiews studierte Neuere und Neueste Geschichte, Neuere Deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Mediengeschichte des Hans-Bredow-Instituts in Hamburg. Sie ist außerdem freie Mitarbeiterin der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung am Standort Lübeck und wurde kürzlich am Historischen Seminar der Universität Münster promoviert.

Auf Einladung des Fördervereins Stadtteilbücherei Neumühlen-Dietrichsdorf hatte Alina Laura Tiews ihr Buch am 26. November 2015 im Gemeindesaal der Paul-Gerhardt-Kirche vorgestellt. Begleitet wurde die Lesung durch das Ensemble des Theaters am Werftpark mit musikalischen Appetithappen aus dem damaligen Hunde-Musical „Edgar – der Schrecken der Briefträger“ sowie Texte des seinerzeitigen Theaterchefs Norbert Aust.

Das Buch kann im Buchhandel unter der ISBN-Nummer 978-3-89876-761-3 bestellt werden und ist mit der Signatur SH 435 T M90 939 319 9 in der Stadtteilbücherei Neumühlen-Dietrichsdorf zu finden.